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ERNÄHRUNG

 

Als Weidegänger streifen die Tiere morgens, nach dem Aufwärmen und meistens noch einmal am späteren Nachmittag durch die Gegend wo sie ihre Nahrung aus einer großen Pflanzenvielfalt selbst wählen können.
Je nach Jahreszeit stehen ihnen unterschiedliche Pflanzen zu Verfügung. So finden sie im Frühling, wie auch im Herbst mehr frische und zarte Pflanzen als im Hochsommer, wo ihnen in den meisten Gebieten nur noch trockene Wildkräuter, welche für ihre Darmflora durch den hohen Rohfaseranteil von großer Bedeutung sind. 
Diesen Jahresrhythmus sollten wir bei der Haltung berücksichtigen und so gut als möglich unserem Klima anpassen.

 

 

 

Die Nahrung der Griechischen Landschildkröte besteht hauptsächlich aus Wildkräutern. Auch wenn sie gelegentlich tierische Kost aufnimmt, so ist ihr Verdauungstrakt nicht auf fleischliche Kost ausgelegt.

In einem idealen Gehege finden die Tiere eine große Auswahl an geeigneten Futterpflanzen und können so ihnen natürlichen Weidegang nachgehen.
Sie streifen morgens, nach dem Aufwärmen und meistens noch einmal am späteren Nachmittag durch die Gegend wo sie ihre Nahrung aus einer großen Pflanzenvielfalt selbst wählen.

 

Blüten stellen einen besonderen Leckerbissen dar.

 

Getrocknete Pflanzen bietet einen sehr hohen Rohfaseranteil und haben zusätzlich einen besonders hohen Sättigungswert.

Sollte das Pflanzenangebot im Gehege nicht ausreichen, so muss zu gefüttert werden.  

Nicht alle Salate und nicht jedes Gemüse eignet sich dazu.

Geeignete Salate sind jene, die aus der uns bekannten Wegwarte kultiviert wurden. Dazu zählen: der Chicorée, Catalonia (Riesenlöwenzahn), Radicchio oder Grumolo. (Wegeröschen).  
Auch Feldsalate, Ruccola oder verschiedene Lattichsorten können angeboten werden.

Ein zusätzliches Gemüseangebot ist nicht notwendig. Ab und zu ein paar geraspelte Karotten, Radieschen Blätter, Zucchini, ausgewachsene Brokkoli oder Gurken aus dem eigenen Garten, schaden den Tieren nicht, sollen jedoch nicht als Hauptnahrung verfüttert werden.
Tierisches Eiweiß oder Getreideprodukte sollte man den Schildkröten niemals verfüttern.
Obst soll wegen dem hohen Zuckeranteil ebenfalls nicht verfüttert werden.

Besonders Jungtiere, die sich noch im Wachstum befinden, aber auch Eier legende Weibchen benötigen ein hohes Maß an Kalzium.
Um Kalzium in den Knochen einlagern zu können ist eine ausgewogene Ernährung und entsprechendes Vitamin 3D notwendig. Dieses Lebensnotwendige Vitamin kann das Tier nur dann bilden, wenn es Ultravioletter Strahlung (UVA und UVB) ausgesetzt ist.
Das hört sich komplizierter an als es eigentlich ist. So wird sich jedes Tier, wenn es in einem sonnigen Außengehege leben darf und neben einer Vielfalt an Wildkräutern auch Kalzium angeboten bekommt, gesund entwickeln.

Da die Tiere selbst spüren wann sie wie viel Kalzium benötigen, ist es sinnvoll ihnen dieses immer anzubieten. Extra über das Futter muss man es ihnen nicht streuen.


Im Handel werden einige gute, meist pulverisierte Kalziumpräparate angeboten. Ich selbst biete meinen Tieren Sepiastulpen an, an denen sie sehr gerne knabbern. Selbst noch sehr kleine Tier knabbern gerne an einer solchen Stulpe. Dabei nehmen die Tiere nicht nur Kalzium auf, sie wetzen sich dabei ganz nebenbei den Schnabel ab, was einer unschönen „Papageienschnabelbildung“ entgegenwirkt.

Zusätzliche Vitaminpräparate brauchen gesunde Schildkröten nicht. Vitamin A kann bei falscher Dosierung sogar zu einer gefährlichen Hautablösung führen.

Da der Lebensraum der Griechischen Landschildkröte durch regenarme Sommermonate gekennzeichnet ist, sind die Tiere auf die hohe Luftfeuchtigkeit und den morgendlichen Tau angewiesen.

Mit dem lebensnotwendigen Wasser müssen sie sehr gut haushalten. Daher sind sie in der Lage die aufgenommene Flüssigkeit lange zu speichern.

Im Gehege sollte ihnen immer eine Wasserstelle zur Verfügung stehen. Gerne nutzen sie diese auch für ein ausgiebiges Bad. Dabei werden oft auch die cremig, weißen URATE, als auch Kot ausgeschieden.
Eine, durch Exkremente verunreinigte Trinkschale ist einen Nährboden für Darmparasiten. Die regelmäßige Reinigung gehört zu den hygienischen Grundmaßnahmen.

Am Liebsten nehmen die Tiere Wasser aus Pfützen auf.

Nach einem sonnigen Tag simuliere ich in meinem Glashaus gelegentlich einen Regenguss, der meine Schildkröten zur Wasseraufnahme animiert. Gierig saufen sie dann direkt aus den entstandenen Pfützen, genießen die Feuchtigkeit auf dem Panzer und so mache Schildkröte nimmt dabei sogar ein Schlammbad.
Dabei entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie dem mediterranen Klima entspricht.
Ein solches mediterranes Gewächshausklima ist nicht nur für die Schildkröten gut, auch sämtliche mediterranen Pflanzen gedeihen und diesen Voraussetzungen hervorragen.

Christine Dworschak

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